„Ich bin total unfotogen!“ – Warum das nicht stimmt und was wirklich hilft

Paar liegt lächelnd auf einer Decke im Gras – Sabrina Dötzl Fotografie Hollabrunn

Lesezeit: ca. 8 Minuten

Ich verrate dir ein Geheimnis: Fast jede Frau, die zu mir ins Studio kommt, sagt in den ersten fünf Minuten denselben Satz. Manchmal flüstert sie ihn, manchmal lacht sie dabei, manchmal entschuldigt sie sich schon vorher: „Ich sag’s dir gleich, ich bin total unfotogen.“

Und fast jede sitzt zwei Wochen später vor ihrer Galerie und schreibt mir: „Das bin ja wirklich ich?!“

Was passiert dazwischen? Kein Zauber und keine Retusche-Orgie. Es liegt an ein paar Dingen, die nichts mit deinem Gesicht zu tun haben. Und genau die erkläre ich dir jetzt.

Warum wir glauben, unfotogen zu sein

Viele Fotos von uns entstehen so: Jemand hält das Handy hoch, ruft „Jetzt lächeln!“, und wir frieren ein. Kinn nach vorn, Bauch rein, Zähne zeigen. Das Ergebnis ist ein Gesicht, das wir im echten Leben nie machen. Kein Wunder, dass wir uns darin nicht wiedererkennen.

Dazu kommt: Handykameras sind Weitwinkel. Aus der Nähe verzerren sie Nasen, Stirnen und Kinnpartien. Ein bisschen wie ein Spiegel im Freizeitpark, nur weniger lustig.

Und dann ist da noch unser Gehirn. Wir kennen unser Gesicht fast nur aus dem Spiegel, also seitenverkehrt. Auf Fotos sehen wir uns plötzlich „falsch herum“, und das fühlt sich fremd an. Alle anderen sehen dich aber genau so jeden Tag. Und sie mögen, was sie sehen.

Kurz gesagt: Du bist nicht unfotogen. Du wurdest nur bisher in Situationen fotografiert, in denen niemand ganz entspannt aussehen kann.

Was bei mir anders läuft

Ich sage nie „Jetzt lächeln“. Ich erzähle Blödsinn, stelle seltsame Fragen und lasse euch Dinge tun, statt in die Kamera zu schauen. „Flüster deinem Kind ins Ohr, was es heute Lustiges gemacht hat.“ „Lauft auf mich zu, und wer zuerst da ist, kriegt ein Bussi.“ Nach zwei Minuten lacht ihr wirklich. Und echtes Lachen sieht immer schön aus.

Fotografin Sabrina Dötzl lacht herzlich in die Kamera, Porträt im Grünen – Sabrina Dötzl Fotografie Hollabrunn

Ich zeige dir, wohin mit den Händen. Das ist die meistgestellte Frage überhaupt. Die Antwort: an etwas festhalten. An deinem Kind, an deinem Partner, an deinem Bauch, am Saum deines Kleides. Hände, die etwas zu tun haben, entspannen den ganzen Körper.

Ich fotografiere aus der richtigen Entfernung und mit dem richtigen Licht. Eine Profi-Kamera mit Porträtobjektiv aus ein paar Metern Abstand verzerrt nichts. Und weiches Licht – am Abend im Weinberg oder am Fenster im Studio – ist das freundlichste Make-up der Welt.

Ich zeige dir zwischendurch ein Bild. Meistens nach zehn Minuten. Und meistens ist das der Moment, in dem die Schultern runtergehen und jemand sagt: „Oh. Das ist ja eh schön.“ Ab da wird’s leicht.

Fünf Dinge, die du selbst tun kannst

  1. Zieh an, worin du dich wohlfühlst. Nicht das neue, enge Kleid, das am Bauch zwickt. Sondern das, in dem du dich bewegen kannst. Ruhige Farben, keine großen Logos.
  2. Schlaf gut und trink genug. Klingt banal, macht aber mehr aus als jede Gesichtscreme.
  3. Hab keine Erwartung an dich selbst. Du musst nicht posieren können. Das ist mein Job. Deiner ist, da zu sein.
  4. Denk an etwas, das dich zum Lachen bringt. Dein Kind beim ersten Spaghetti-Essen. Dein Mann beim Versuch, ein IKEA-Regal aufzubauen. Funktioniert immer.
  5. Sag mir vorher, was dich stört. Du magst dein Profil nicht? Deinen Bauch im Sitzen? Sag es mir. Dann achte ich darauf, ohne dass du während des Shootings daran denken musst.

„Und wenn ich trotzdem nicht gut aussehe?“

Dann zeige ich dir die Bilder, auf denen du schön bist. Du bekommst eine sorgfältige Auswahl, liebevoll bearbeitet. Kleine Hautunreinheiten verschwinden, deine Lachfalten bleiben. Weil sie zu dir gehören und weil deine Kinder sie später genau so in Erinnerung haben werden.

Die häufigsten Gedanken vor der Kamera – und was ich darauf antworte

„Ich weiß nie, wohin mit meinen Händen.“

Willkommen im Club. Hände sind vor der Kamera plötzlich riesig, nutzlos und irgendwie im Weg. Die Lösung ist ganz einfach: Gib ihnen etwas zu tun. Leg sie auf den Bauch, in die Haare deines Kindes, um die Taille deines Partners, in die Jackentasche. Oder halt etwas: eine Tasse, eine Decke, eine kleine Hand. Sobald die Hände beschäftigt sind, entspannt sich der ganze Körper.

„Mein Lächeln sieht auf Fotos immer gequält aus.“

Das liegt daran, dass ein Lächeln auf Kommando fast nie echt ist. Ein echtes Lächeln erreicht die Augen, ein gestelltes bleibt im Mund hängen. Deshalb sage ich bei mir nie „Bitte lächeln!“. Stattdessen erzähle ich Blödsinn, frage nach dem peinlichsten Moment eures ersten Dates oder bitte den Papa, mit dem Baby zu sprechen, als wäre es ein sehr wichtiger Geschäftspartner. Dann lacht ihr, ohne darüber nachzudenken. Und genau diesen Moment fange ich ein.

„Ich habe ein Doppelkinn, Bauchröllchen, Speckfalten …“

Wir alle haben irgendwas. Ich auch. Mit ein paar kleinen Tricks sieht man vieles davon einfach nicht: Ein bisschen das Kinn nach vorne schieben (fühlt sich komisch an, sieht toll aus), sich leicht schräg zur Kamera drehen, statt frontal dazustehen, und die Arme nicht fest an den Körper pressen. Ich zeige dir das alles beim Shooting, ganz nebenbei. Du musst dir nichts merken.

„Andere sehen auf Fotos immer so natürlich aus.“

Weil sie sich bewegen. Steif wirkt man dann, wenn man still steht und wartet. Deshalb lasse ich euch gehen, laufen, drehen, kuscheln, euch anschauen. Bewegung bringt Leben ins Bild und nimmt den Druck raus. Viele meiner Lieblingsbilder sind in Momenten entstanden, in denen die Menschen gar nicht gemerkt haben, dass ich gerade auslöse.

Paar umarmt sich lachend im Garten beim Familienshooting – Sabrina Dötzl Fotografie Hollabrunn

Was eine Kundin nach ihrem Shooting geschrieben hat

Ich lasse hier lieber jemanden sprechen, der selbst vor meiner Kamera stand. Veronika hat nach ihrem Portraitshooting geschrieben:

„Mein Shooting mit Sabrina war einzigartig! Ich habe mich bei ihr von der 1. Sekunde an wohl gefühlt. Ihre tollen Einfälle und ihre lockere Art halfen mir, natürliche Posen zu kreieren.“

Und ein Hochzeitspaar, das sich selbst als „ungeübte Foto-Legastheniker“ bezeichnet hat, war am Ende überrascht, wie schön sie auf ihren Bildern aussehen. Ihr seht: Ihr seid mit diesem Gefühl wirklich nicht allein.

Warum gerade du auf Fotos gehörst

Ich bin selbst Mama von zwei Kindern. Und ich weiß, wie es ist, wenn man nach einem Urlaub tausende Fotos auf dem Handy hat und auf keinem einzigen selbst zu sehen ist. Weil man immer diejenige ist, die fotografiert. Oder weil man sich gerade nicht schön genug fühlt und lieber hinter der Kamera bleibt.

Mama und Sohn sitzen am Teich in der Natur, Familienshooting – Sabrina Dötzl Fotografie Hollabrunn

Aber deine Kinder werden später nicht fragen, ob du perfekt ausgesehen hast. Sie werden fragen, wo du warst. Sie wollen sehen, wie du sie gehalten hast, wie du gelacht hast, wie deine Hände ausgesehen haben. Meine Großeltern sind nicht mehr da, aber auf meinen alten Fotos und Videos kann ich heute noch ihr Lachen hören. Genau das wünsche ich mir für deine Familie auch.

Dein kleiner Fahrplan für den Tag davor

Damit du entspannt ankommst, hier ein paar Kleinigkeiten, die wirklich helfen und nichts mit Diät oder Gesichtsmasken zu tun haben:

  • Leg dein Outfit am Vorabend bereit. Bügeln am Morgen des Shootings, während das Kind die Schuhe sucht, hat noch niemandem gutgetan.
  • Trink genug Wasser und iss vor dem Shooting etwas. Hungrige Menschen schauen auf Fotos ein bisschen so aus wie hungrige Menschen.
  • Schlaf, so gut es geht. Ich weiß, mit Kindern ist das ein frommer Wunsch. Aber eine Stunde früher ins Bett schadet nie.
  • Kein Experiment beim Friseur. Ein neuer Haarschnitt drei Tage vorher ist ein Abenteuer, das du nicht brauchst.
  • Bring etwas mit, das dir guttut. Deine Lieblingsstrickjacke, den Schal, in dem du dich wohlfühlst. Wohlfühlen sieht man.

Und dann: Atme durch. Du musst nichts können. Du musst nicht wissen, wie man posiert, und du musst nicht perfekt aussehen. Ich zeige dir alles, Schritt für Schritt, und wir lachen dabei wahrscheinlich mehr, als du gerade glaubst. Nach ungefähr zehn Minuten vergisst man meistens, dass da überhaupt eine Kamera ist. Und genau ab da wird es richtig schön.

Und danach? Erst schauen, dann entscheiden

Viele, die sich für unfotogen halten, haben noch eine zweite Angst: „Was, wenn mir die Bilder nicht gefallen und ich habe schon bezahlt?“ Bei mir musst du dich vorher für kein Paket entscheiden. Ich bearbeite deine komplette Galerie, meist 30 bis 50 Bilder, dazu ein paar künstlerische Doppelbelichtungen und einen kleinen Erinnerungsfilm. Du siehst alles zuerst als Vorschau, in der Regel nach ein bis zwei Wochen. Erst dann suchst du dir aus, was du möchtest.

So kannst du ganz in Ruhe feststellen, dass du eben doch nicht unfotogen bist. Und falls du dich auf einem Bild wirklich gar nicht magst, sag es mir einfach. Ich bin dir nicht böse. Versprochen.

Das Wichtigste zum Schluss

In 20 Jahren schaut niemand auf diese Bilder und denkt: „Hm, ihr Kinn war da nicht ideal.“ Deine Kinder werden denken: „So hat Mama gelacht.“ „So hat sie mich gehalten.“ Darum geht es. Nicht um perfekt. Um echt.

Und falls du jetzt immer noch denkst „Ja, aber ich bin wirklich die Ausnahme“ – dann komm vorbei und beweis es mir. Ich wette einen Kaffee, dass du verlierst.

Lust auf Bilder, auf denen du dich endlich wiedererkennst? Schreib mir einfach „UNFOTOGEN“ per WhatsApp an 0660 4870556 – ich schicke dir freie Termine und meinen kleinen Anzieh-Guide. Mehr über Familienshootings und Babybauchshootings findest du hier.

Ich freu mich auf dich!

Lust auf Bilder, auf denen du dich endlich wiedererkennst? Schreib mir einfach.

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Bild von Sabrina Dötzl

Sabrina Dötzl

Fotografin & Filmerin aus Hollabrunn, Mama von zwei Kindern und verliebt in echte Momente. Ich fotografiere Babybäuche, Neugeborene, Familien, Paare und Hochzeiten – natürlich, warm und ohne steifes Posieren.

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