Mama, wo bist du? Warum du auf euren Familienfotos fehlst – und wie sich das ändert

Eltern lehnen Stirn an Stirn und halten ihr Neugeborenes im Arm – Sabrina Dötzl Fotografie Hollabrunn

Lesezeit: ca. 8 Minuten

Mach mal einen kleinen Test. Nimm dein Handy, öffne die Galerie und scroll durch das letzte Jahr. Wie viele Bilder siehst du von deinen Kindern? Hunderte, oder?

Und wie viele von dir mit deinen Kindern?

Wenn du jetzt kurz schlucken musstest: Du bist nicht allein. Fast jede Mama, mit der ich rede, hat dasselbe Problem. Wir sind die, die fotografieren. Die organisieren, erinnern, festhalten. Und auf den Bildern sind wir nicht drauf.

Warum wir uns selbst rausnehmen

Die Gründe sind fast immer dieselben:

  • „Ich hab heute keine Haare gewaschen.“
  • „Seit der Schwangerschaft mag ich mich auf Fotos nicht.“
  • „Einer muss ja fotografieren.“
  • „Irgendwann, wenn ich die fünf Kilo weg hab.“

Ich kenne jeden dieser Sätze. Ich hab sie selbst gesagt. Als Mama von zwei Kindern weiß ich, wie schnell man sich selbst hintanstellt, ohne es überhaupt zu merken.

Was deine Kinder später sehen werden

Hier kommt die Sache, die mich jedes Mal berührt: Deine Kinder schauen dich nicht kritisch an. Für sie bist du kein „Vorher-Nachher“, keine Problemzone, kein Doppelkinn. Für sie bist du der sicherste Ort der Welt.

Mama mit Brille kuschelt ihr Neugeborenes an die Wange – Sabrina Dötzl Fotografie Hollabrunn

Wenn sie in 20 oder 30 Jahren durch eure Fotos blättern, suchen sie nicht nach perfekten Frisuren. Sie suchen nach dir. Wie du sie gehalten hast. Wie du gelacht hast. Wie deine Hände ausgesehen haben.

Ich weiß, wie viel das wert ist. Ich habe als Jugendliche meine Großeltern mit einer kleinen Videokamera gefilmt – beim Kartenspielen, beim Eierschwammerl-Putzen, in der Küche. Die beiden sind nicht mehr da. Aber ich kann heute noch Omas Lachen hören. Und ich bin unendlich dankbar für jede Minute davon.

Deine Kinder verdienen das auch: Bilder, auf denen du drauf bist.

„Aber ich fühle mich gerade nicht wohl.“

Das darf so sein. Ein Shooting bei mir ist kein Model-Casting. Ich zeige dir Haltungen, die sich gut anfühlen. Ich fotografiere dich mit deinem Kind im Arm, beim Kitzeln, beim Kuscheln, beim Durch-die-Wiese-Laufen. Du bist dabei beschäftigt – und nicht mit dir selbst.

Und ganz ehrlich: Gerade die Mamas, die sich vorher die meisten Sorgen machen, sind hinterher oft am gerührtesten. Weil sie sich zum ersten Mal so sehen, wie ihre Kinder sie sehen.

So kommst du endlich aufs Bild – auch im Alltag

Du musst dafür nicht sofort ein Shooting buchen. Hier sind vier Dinge, die du ab morgen tun kannst:

  1. Gib das Handy ab. Einmal pro Woche reichst du es deinem Partner, deiner Freundin oder deinem großen Kind und sagst: „Jetzt ich.“
  2. Nutze den Selbstauslöser. Handy an die Obstschale lehnen, 10-Sekunden-Timer, fertig. Die verwackelten Bilder sind oft die lustigsten.
  3. Filme statt zu fotografieren. Ein 20-Sekunden-Video beim Vorlesen oder Backen hält deine Stimme fest. Und die wird irgendwann unbezahlbar sein.
  4. Lösche nicht sofort. Lass die Bilder von dir ein paar Wochen liegen, bevor du entscheidest. Mit Abstand findest du dich fast immer schöner.

Ein Experiment für heute Abend

Mach heute Abend, wenn die Kinder schlafen, etwas Mutiges: Öffne die Fotogalerie auf deinem Handy und scrolle durch das letzte Jahr. Zähle, auf wie vielen Bildern du selbst zu sehen bist. Nicht als Daumen am Bildrand, nicht als Schatten auf dem Boden, sondern du. Mit deinen Kindern, mit deinem Partner, mitten im Leben.

Bei den meisten Mamas, die ich kenne, ist das Ergebnis ernüchternd. Tausende Bilder vom ersten Brei, vom ersten Schritt, vom Strand, von der Torte. Und vielleicht fünf, auf denen Mama drauf ist. Davon zwei Selfies mit Doppelkinn-Perspektive und eines, auf dem sie gerade den Mund voll hat.

Ich weiß das, weil ich selbst so eine Mama bin. Ich fotografiere beruflich die schönsten Familienmomente anderer Menschen, und bei uns zu Hause bin ich trotzdem meistens hinter der Kamera. Fotografinnen sind da keine Ausnahme. Wir sind eher das schlimmste Beispiel.

Was wirklich hinter „Ich will nicht aufs Foto“ steckt

Wenn ich Mamas frage, warum sie nicht auf den Bildern sind, höre ich fast immer dieselben Antworten:

  • „Ich habe noch nicht abgenommen.“ Vielleicht nicht. Aber deine Kinder lieben dich nicht in Kilogramm. Sie lieben deinen Geruch, deine Stimme, deine Arme. Und genau das wollen sie später sehen.
  • „Ich sehe so müde aus.“ Du bist müde. Du ziehst kleine Menschen groß. Das darf man sehen, und es ist ehrlich gesagt ziemlich beeindruckend.
  • „Ich bin halt nicht fotogen.“ Das glaubt fast jede Frau, die zu mir kommt. Und fast jede schreibt mir zwei Wochen später: „Das bin ja wirklich ich?!“
  • „Irgendwann, wenn es besser passt.“ Das ist der gefährlichste Satz von allen. Denn irgendwann sind die Kinder groß, und dieser Moment ist vorbei.

Warum deine Kinder dich auf Bildern brauchen

Ich erzähle dir eine kleine Geschichte. Als Jugendliche hatte ich eine Videokamera, die noch mit Mini-DV-Kassetten lief. Damit habe ich meine Großeltern gefilmt: beim Kartenspielen, beim Eierschwammerl-Putzen, beim gemeinsamen Kochen. Nichts Besonderes, ganz normale Nachmittage am Küchentisch. Meine Großeltern sind heute nicht mehr da. Aber auf diesen Aufnahmen kann ich noch ihr Lachen hören, ihre Hände sehen, ihre Wärme spüren.

Niemand von uns hat sich damals Gedanken gemacht, ob die Oma eine gute Frisur hatte oder der Opa sein schönstes Hemd. Es war vollkommen egal. Was zählt, ist, dass sie da sind. Und genau so wird es deinen Kindern mit dir gehen.

Wie ein Shooting bei mir läuft, wenn du dich gerade nicht wohlfühlst

Ich verspreche dir: Du musst dich nicht verbiegen. So gehe ich vor, wenn mir eine Mama vorher sagt, dass sie sich gerade gar nicht wohl in ihrer Haut fühlt:

  • Wir reden vorher. Was magst du an dir? Was eher nicht? Ich höre zu und merke mir das.
  • Du bist in Bewegung. Du kuschelst, trägst, kitzelst, gehst spazieren. Wer beschäftigt ist, denkt nicht an den eigenen Bauch.
  • Ich zeige dir kleine Tricks. Leicht schräg zur Kamera stehen, das Kinn ein bisschen nach vorne, die Arme nicht fest an den Körper pressen. Fühlt sich komisch an, sieht toll aus.
  • Das Licht ist auf deiner Seite. Weiches Fensterlicht im Studio oder das Licht unter meiner Trauerweide im Garten schmeicheln jedem Gesicht.
  • Du entscheidest erst danach. Du siehst deine komplette bearbeitete Galerie als Vorschau und suchst dir erst dann aus, was du möchtest. Kein Bild, das du nicht magst, muss mit nach Hause.

Kleine Momente, die später die größten sind

Wenn du dich fragst, welche Bilder mit dir wirklich zählen, hier ein paar, die mir Mamas später immer wieder als ihre Lieblingsbilder nennen:

  • Die kleine Hand, die sich um deinen Finger legt.
  • Dein Kind, das auf deinem Schoß einschläft.
  • Ihr beide, wie ihr euch gegenseitig angrinst, weil gerade irgendwas furchtbar lustig war.
  • Dein Gesicht, als dein Kind dir ein Gänseblümchen schenkt.
  • Die ganze Familie auf einem Haufen, alle durcheinander, niemand schaut in die Kamera.

Keines dieser Bilder braucht ein perfektes Make-up oder eine Kleidergröße. Sie brauchen nur dich.

Und die Papas?

Ganz ehrlich: In vielen Familien ist es auch umgekehrt. Da ist der Papa derjenige, der immer fotografiert, und auf den Urlaubsbildern ist er nur als ausgestreckter Arm zu sehen. Oder als Schatten. Deshalb gilt alles, was ich hier schreibe, genauso für Papas, Omas und alle anderen Menschen, die immer hinter der Kamera stehen. Bei einem Familienshooting bei mir sind alle drauf. Auch die, die sonst immer fotografieren.

Papa hält sein Neugeborenes im Arm und blickt es liebevoll an – Sabrina Dötzl Fotografie Hollabrunn

Was du schon heute tun kannst

  • Gib das Handy ab. Bitte deinen Partner, deine Freundin oder deine Mama ganz bewusst, ein paar Bilder von dir mit den Kindern zu machen. Nicht gestellt, einfach mitten im Alltag.
  • Nutze den Selbstauslöser. Handy auf ein Regal, zehn Sekunden Timer, alle aufs Sofa. Es wird chaotisch, und genau deshalb lustig.
  • Lösche nicht sofort. Wenn dir ein Bild von dir nicht gefällt, lass es ein paar Wochen liegen. Mit etwas Abstand sieht man oft nicht mehr den Bauch, sondern das Lachen.
  • Plane einmal im Jahr ein richtiges Shooting. Am besten zu einem Zeitpunkt, der für euch Bedeutung hat: zum Geburtstag, vor dem ersten Schultag, im Herbst, wenn die Weinberge golden sind.

Du verdienst es, auf den Bildern deiner Familie zu sein. Nicht irgendwann, sondern jetzt.

Was andere Mamas danach sagen

Marina begleite ich schon länger, vom Bauchshooting bis zu einem „Mummy und ich“-Shooting mit ihrem Kind. Sie hat geschrieben, dass sie dadurch „einzigartige, emotionale Momente“ für sich in Bildern festhalten konnte. Genau darum geht es: nicht um perfekte Bilder, sondern um Momente, die man später noch spürt. Und vielleicht ist es ja auch für dich an der Zeit, endlich selbst mit aufs Bild zu kommen.

Und falls du dir jetzt denkst: „Schön und gut, aber ich warte trotzdem noch, bis ich mich wohler fühle“ – dann schreib mir trotzdem. Wir reden einfach einmal. Ganz unverbindlich, ganz ohne Druck. Vielleicht merkst du dabei, dass der richtige Zeitpunkt schon längst da ist.

Und einmal im Jahr: richtig

Einmal im Jahr verdienst du Bilder, auf denen du nicht am Rand stehst, sondern mittendrin. Bei einem Familienshooting achte ich darauf, dass es genug Bilder von dir mit jedem Kind gibt. Bei Neugeborenen-Shootings gehört die erste Stunde sowieso dir und deinem Baby.

Familie liegt Kopf an Kopf mit Baby auf einer Decke – Sabrina Dötzl Fotografie Hollabrunn

Und wenn du magst, gibt es bei mir auch Mama-und-ich-Termine – nur du und dein Kind, ohne Programm. Schreib mir einfach, dann erzähle ich dir mehr.

Bereit, endlich mit aufs Bild zu kommen? Schreib mir „MAMA“ per WhatsApp an 0660 4870556. Ich schick dir freie Termine. Und ich verspreche dir: Wir lachen mehr, als du jetzt glaubst.

Ich freu mich auf dich!

Bereit, endlich mit aufs Bild zu kommen? Schreib mir – ich schick dir freie Termine.

Per WhatsApp schreibenZum Familienshooting

Bild von Sabrina Dötzl

Sabrina Dötzl

Fotografin & Filmerin aus Hollabrunn, Mama von zwei Kindern und verliebt in echte Momente. Ich fotografiere Babybäuche, Neugeborene, Familien, Paare und Hochzeiten – natürlich, warm und ohne steifes Posieren.

Das könnte dich auch interessieren