Mit Tipps, Zeitplänen und ein bisschen Herzklopfen.
Ich habe selbst geheiratet – ich kenne also beide Seiten: die Fotografin, die um sechs Uhr früh ihre Akkus zählt, und die Braut, die um sechs Uhr früh überlegt, ob der Schleier wirklich eine gute Idee war. In diesem Hochzeitsguide steht alles, was ich auf vielen Hochzeiten gelernt habe. Nehmt euch, was euch hilft. Den Rest dürft ihr fröhlich ignorieren.
Nur zur Orientierung – euren echten Plan machen wir gemeinsam.
Das schönste Licht für eure Paarfotos gibt es etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang. Im Juni und Juli liegt es meist zwischen Hauptgang und Eröffnungstanz – dann entführe ich euch für 15 Minuten, und niemand merkt es.
| Monat | Sonnenuntergang | Schönstes Licht ab |
|---|---|---|
| April | ca. 19:45 | 18:45 |
| Mai | ca. 20:25 | 19:25 |
| Juni | ca. 21:00 | 20:00 |
| Juli | ca. 20:55 | 19:55 |
| August | ca. 20:15 | 19:15 |
| September | ca. 19:10 | 18:10 |
| Oktober | ca. 18:10 | 17:10 |
Ungefähre Zeiten am 15. des Monats für Hollabrunn (± 5 Minuten). Die genaue Zeit für euren Tag sage ich euch beim Planungsgespräch.
Ich komme etwa eine Stunde, bevor ihr losfahrt. Sucht euch den hellsten Raum und räumt ihn frei – Bügelbrett, Wäscheständer und Kinderspielsachen dürfen ins Nebenzimmer. Tragt eine Bluse zum Aufknöpfen oder einen Kimono, dann müsst ihr nichts über die frische Frisur ziehen. Und bitte: Wartet mit dem Kleid auf mich. Mamas Hände am Verschluss, die Kette von Oma – solche Bilder bekommt ihr nie wieder.
Beim First Look seht ihr euch zum ersten Mal ganz allein – Schulter antippen, umdrehen, Herz bleibt kurz stehen. Ihr habt ein paar ruhige Minuten nur für euch, und wir können erste Paarbilder schon vor der Trauung machen. Ihr wollt euch erst bei der Trauung sehen? Dann haltet euch beim First Touch Rücken an Rücken an den Händen – oder schreibt euch einen Brief, den ihr beim Getting Ready lest. Taschentücher bereithalten.
Geht beim Einzug langsam und schaut eure Gäste an. Schaut während der Trauung nicht zu mir – die schönsten Bilder entstehen, wenn ihr euch anschaut. Beim Kuss: drei Sekunden mindestens, ihr dürft das. Und lasst beim Auszug die Gäste vorausgehen, dann empfangen sie euch draußen mit Seifenblasen oder Blütenkonfetti.
Stellt euch vor: Ihr zieht ein und schaut auf zwanzig Handys statt in die Augen eurer Gäste. Bei einer Unplugged-Trauung bleiben die Handys während der Zeremonie in der Tasche – danach darf jeder fotografieren, so viel er will. Drei Vorlagen für euer Schild:
„Willkommen! Heute schauen wir mit dem Herzen, nicht mit dem Handy. Unsere Fotografin hat alles im Blick.“
– Vorlage 1
„Bitte keine Handys während der Trauung. Wir wollen eure Gesichter sehen, nicht eure Bildschirme.“
– Vorlage 2
„Handy weg, Taschentuch raus. Nach der Trauung dürft ihr knipsen, so viel ihr wollt.“
– Vorlage 3
Schreibt eine Liste mit höchstens zehn Gruppen – pro Gruppe rechne ich zwei bis drei Minuten. Gebt die Liste euren Trauzeugen, sie rufen die Leute zusammen. Zuerst kommt das große Bild mit allen Gästen, gern von oben mit meiner Drohne. Getrennte Eltern oder jemand, der fehlt? Sagt es mir vorher – ich gehe damit behutsam um.
Wir machen einen kleinen Spaziergang. Ihr dürft lachen, kuscheln, Blödsinn reden – ich gebe euch kleine Impulse und stelle euch ins beste Licht. Wir brauchen kein Schloss: Ein Weinberg, eine Kellergasse oder ein einzelner Baum im Feld reichen völlig. Plant rund 45 bis 60 Minuten ein.
Dann regnet es eben. Regen macht das Licht weich und die Farben satt – einige meiner Lieblingsbilder sind unter einem Schirm im Weinberg entstanden. Plant einen überdachten Platz für die Agape ein und besorgt ein paar weiße oder durchsichtige Schirme.
Plant die Reden bewusst ein – drei Reden à fünf Minuten sind schnell eine halbe Stunde. Ihr müsst keinen perfekten Walzer einstudieren: ein Lied, eine Umarmung, ein bisschen Schaukeln reicht. Bitte lasst die Tanzfläche beim Eröffnungstanz neutral beleuchten – danach dürfen die bunten Partylichter an. Und vergesst nicht, euer eigenes Essen zu genießen.
Fotos zeigen, wie euer Tag aussah. Der Film zeigt, wie er sich angehört hat: das Zittern in der Stimme beim Ja-Wort, das Lachen bei der Rede, die Musik beim ersten Tanz. Ich fotografiere und filme selbst – eine Person, ein vertrautes Gesicht. Bei einem langen Tag (ca. 10 Stunden) wird euer Film etwa 8 bis 12 Minuten lang, auf Wunsch mit Drohnenaufnahmen.
Alle Tipps, Zeitpläne, Listen und Vorlagen zum Ausdrucken und Weiterschicken – an die Trauzeugin, die Mama oder die Location.
Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang. Im Hochsommer ist das oft zwischen Hauptgang und Eröffnungstanz – die Zeiten für Hollabrunn findet ihr in der Tabelle oben.
Höchstens zehn Gruppen. Pro Gruppe rechne ich zwei bis drei Minuten – mit Liste und Trauzeugen geht das schnell und entspannt.
Weiterfeiern. Ich habe durchsichtige Schirme dabei, und Regen macht das Licht wunderbar weich. Plant einen überdachten Platz für die Agape ein.
Das hängt von Dauer und Film ab. Mit meinem Hochzeitsrechner seht ihr in vier Fragen, womit ihr rechnen könnt.
Ihr müsst nur heiraten
Schreibt mir euer Datum und eure Location – ich freu mich auf euch!